Schlitten fahren

Unser Täglich Brot

Schlitten fahren
Dave Branon

Wenn es in Michigan schneit, hole ich gern die Plastikschlitten hervor und gehe mit meinen Enkeln Schlitten fahren. Wir rasen etwa 10 Sekunden den kleinen Hügel hinterm Haus hinunter und klettern dann wieder hinauf.

Wenn ich mit einer Gruppe von Teenagern nach Alaska gehe, fahren wir dort auch Schlitten. Wir werden mit einem Bus bis fast auf den Berggipfel gebracht. Dann springen wir auf unsere Schlitten und sausen die nächsten 10 oder 20 Minuten (je nachdem, wie mutig wir sind) mit halsbrecherischer Geschwindigkeit zu Tal.

Zehn Sekunden hinter meinem Haus oder 10 Minuten von einem Berg in Alaska. Beides nennt man Schlittenfahren, und doch ist da ein deutlicher Unterschied.

Mir ging durch den Kopf, dass es beim Beten oft ähnlich ist. Manchmal beten wir „10 Sekunden hinterm Haus“ oder „vor dem Essen“ – schnell und impulsiv. Ein anderes Mal zieht es uns mehr zum „Berg-Gebet“ – lang und ausführlich, konzentriert und ganz auf Gott ausgerichtet. Beides hat seinen Platz und beides ist wichtig für unser Leben.

Jesus hat oft gebetet und manchmal auch lange (Luk. 6,12; Mark. 14,32-42). Doch egal wie, Hauptsache ist, dass wir mit den Wünschen unseres Herzen zu Gott kommen, der in den Hinterhöfen unseres Lebens genauso da ist wie auf den Bergen.

Quelle unserer Hilfe
David C. McCasland

Mit einundzwanzig Jahren war Lygon Stevens bereits eine erfahrene Bergsteigerin und hatte die Gipfel des McKinlay, Mt. Rainier, vier Berge in den Anden von Ecuador und 39 der höchsten Berge von Colorado erklommen. „Ich klettere, weil ich die Berge liebe“, sagte sie, „und ich kann dort Gott begegnen.“ Im Januar 2008 starb Lygon beim Aufstieg zum Little Bear Peak in Colorado in einer Lawine. Ihr Bruder Nicklis, der mit ihr unterwegs war, überlebte.

Als Lygons Eltern ihre Tagebücher fanden, waren sie zutiefst bewegt über ihre enge Beziehung zu Jesus. „Sie war immer ein Licht, das hell für ihn leuchtete“, sagte ihre Mutter. „Lygon lebte in einer tiefen und ehrlichen Beziehung zum Herrn, wie selbst der erfahrenste Christ sie sich nur wünschen kann.“

In ihrem letzten Tagebucheintrag, nur drei Tage vor dem Lawinenabgang geschrieben, hieß es: „Gott ist gut, und er hat einen Plan für unser Leben, der größer und gesegneter ist als das Leben, das wir uns aussuchen würden, und dafür bin ich sehr dankbar. Danke, Herr, dass du mich bis hierher gebracht hast. Ich lege den Rest – meine Zukunft – in deine Hände und sage dir Dank.“

Ihre Worte klingen wie ein Echo von dem, was der Psalmist schrieb: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Ps. 121,2).

Ablenkung
Bill Crowder

Jeden Tag fahre ich auf demselben Stück Autobahn zur Arbeit und zurück und jeden Tag sehe ich eine alarmierend große Zahl von abgelenkten Autofahrern. Meistens telefonieren sie oder schreiben eine SMS. Aber ich habe auch schon Leute gesehen, die Zeitung lesen, Make-up auflegen oder eine Schale Müsli essen, während sie versuchen, ihr Auto mit 100 Stundenkilometern durch den Verkehr zu lenken! Ablenkungen können unter gewissen Umständen harmlos und flüchtig sein. In einem fahrenden Auto jedoch können sie tödlich enden.

Auch in unserer Beziehung zu Gott können manche Ablenkungen zum Problem werden. Diese Sorge hatte Jesus im Blick auf seine Bekannte Marta. Sie „war unentwegt mit der Bewirtung der Gäste beschäftigt“ (Luk. 10,40 HFA). Als sie sich beschwerte, dass ihre Schwester Maria nicht half (weil sie lieber Jesus zuhören wollte), sagte Jesus zu ihr: „Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden“ (V.41-42).

Es waren gutgemeinte Absichten, die Marta ablenkten. Aber dadurch verpasste sie die Chance, Jesus zuzuhören und sich einfach an seiner Gegenwart zu freuen. Er hat unsere ganze Aufmerksamkeit verdient, und er allein kann uns dabei helfen, die Ablenkungen des Lebens zu überwinden.

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